Finde heraus was eine private Zusatzversicherung in Österreich kostet

Private Zusatzversicherung in Österreich - kurz erklärt

Zusätzlich zur gesetzlichen Pflichtversicherung hast du in Österreich die Möglichkeit, eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Rund 1,7 Millionen Österreicher schwören mittlerweile auf die unterschiedlichen Zusatzleistungen der privaten Krankenversicherer: UNIQA, Generali, Merkur, Wiener Städtische, Donau, Allianz Elementar, Muki.

Zwar sieht die gesetzliche Variante eine gute Basisgesundheitsversorgung in Österreich vor. Doch möchtest du eine schnelle und bevorzugte Behandlung beim Privatarzt vor Ort oder im Spital, ist der Abschluss einer privaten Krankenversicherung notwendig. Ausnahmen gibt es übrigens für Rechtsanwälte, Bauern und die sogenannten Grenzgänger. Diese Gruppen haben die Wahl statt der gesetzlichen Pflichtversicherung direkt für eine private Krankenversicherung zu optieren, d.h. die gesetzlichen Pflichtversicherung durch eine private Krankenvollversicherung  zu ersetzen.

Private Zusatzversicherung gibt es in verschiedenen Varianten

Zu den üblichen Bausteinen der privaten Zusatzversicherung zählen:

  • Die Sonderklasse-Versicherung gilt als die beliebteste Variante in Österreich und ist für stationäre Krankenhausaufenthalte vorgesehen. Der Versicherungsschutz inkludiert je nach Vertrag die Unterbringung in einem Zwei- oder Einbettzimmer, die Kostenübernahme für die Betreuung durch den Wunsch-Arzt, oder auch die Deckung der Kosten für Begleitpersonen.
  • Eine kleinere Variante des Sonderklasse-Tarifs ist die Sonderklasse-Versicherung nach Unfall. Hier greift die Kostendeckung für die Sonderklasse nur bei einem durch einen Unfall verursachten Krankenhausaufenthalt. Diese Variante der privaten Zusatzversicherung ist deutlich günstiger, macht jedoch nur Sinn, wenn du sehr aktiv Sport betreiben oder aufgrund anderer Umstände einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt sind.
  • Von Selbständigen besonders nachgefragt ist die Tagegeld-Versicherung. Dabei erhälst du für jeden Tag Aufenthalt im Spital einen gewissen Eurobetrag bezahlt. Vor allem für Freiberufler ist diese Variante interessant, um so den Verdienstentgang im Krankheitsfall auszugleichen.
  • Die Kostenübernahme für ambulante Behandlungen wird durch eine Privatarzt-Versicherung gedeckt. So besteht freie Arztwahl und du kannst damit ohne Kostenrisiko sowohl Privat- als auch Fachärzte aufsuchen. Außerdem sind abseits der Schulmedizin auch die Kosten für anerkannte, verordnete alternative Heilmethoden (z.B. TCM, Homöopathie) bis zu einem bestimmten Jahresbetrag abgedeckt. Je nach Versicherer werden auch die Kosten für ärztliche verordnete Medikamente und Sehbehelfe übernommen.

Was kostet die private Zusatzversicherung

Die Kosten für die einzelnen Bausteine der privaten Zusatzversicherung werden aufgrund von Alter und Gesundheitszustand ermittelt. Steigt man bereits als junger, gesunder Mensch in solch einen Versicherungsvertrag ein, so spiegelt sich dies in einer günstigen Prämie wieder. Für Kinder ist der Einstieg in eine private Krankenversicherung bereits ab 5 Euro monatlich möglich. Erwachsene sind ab zehn Euro monatlich dabei.

Bei der Ermittlung des Gesundheitszustands ist ein Fragebogen auszufüllen. Bitte achte hier auf die wahrheitsgemäße Beantwortung. Unrichtige Angaben können zu Problemen und eventuell sogar zu einer Kündigung deines Vertrages durch den Versicherer führen.

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